Die Sammlung Emil Bührle
 
Dmitri Kessel, Emil Bührle in seiner Sammlung, 1954
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Der in Zürich lebende Industrielle Emil Georg Bührle (1890-1956) trug im 20. Jahrhundert eine der wichtigsten privaten Sammlungen europäischer Malerei zusammen. In ihrem Mittelpunkt steht die Malerei des französischen Impressionismus und Nachimpressionismus. Rund um diese Werke findet sich ein Ensemble französischer Kunst des 19. Jahrhunderts, die den Impressionismus vorbereitet oder ihn begleitet. Daran fügen sich Beispiele aus dem Schaffen der Nabis, der Fauves, der Kubisten und weiterer Vertreter der französischen Avantgarde seit 1900 sowie Abteilungen älterer Kunst vor allem mit holländischen Malern des 17. und italienischen Malern des 16. bis 18. Jahrhunderts. Der Sammlung gehört ausserdem eine Gruppe gotischer Holzplastiken an. Zentrales Thema der Sammlung ist die schrittweise Ausformung einer neuen künstlerischen Freiheit seit dem Impressionismus als Grundlage für die Malerei der Moderne im 20. Jahrhundert. Den grössten Teil seiner Bilder und Skulpturen erwarb Emil Bührle zwischen 1951 und 1956. In dieser Zeit reagierte er indirekt auch auf die Veränderung der aktuellen Kunstszene, indem er der Sammlung wichtige Beispiele der inzwischen historischen Avantgarde vom Anfang des Jahrhunderts einfügte. 1960 brachte die Familie des Sammlers eine repräsentative Auswahl von rund 200 Bildern und Skulpturen in eine Stiftung ein und macht sie seither der Öffentlichkeit zugänglich. Das Museum der Stiftung befindet sich in einer Villa, die neben dem ehemaligen Wohnhaus Emil Bührles liegt und die schon ihm zur Aufbewahrung seiner Werke diente.